Drei Trends, auf die Sie am Identity Management Day achten sollten

10.04.2023
-Minuten Lesezeit
VP, Product and Solutions Marketing

1) Hardcoding von Online-Erfahrungen ist passé

Flexible Integrations-Frameworks sind die neue Grenze der Identitätssicherheit. Mit diesen Frameworks können Unternehmen ihre Identitäts-Journeys per Drag-and-Drop mit visuellen Flows erstellen. Dieses Format ist so einfach, dass es die Abhängigkeit von Entwicklern verringert. Dies wiederum verkürzt die Bereitstellungszeit und verbessert die IT-Flexibilität.

 

Die Identitätsorchestrierung ermöglicht es Unternehmen, diejenigen Anbieter und Integrationen auszuwählen, die sich für ihr vorhandenes Identitäts-Technologienetzwerk eignen. Dies ist in zweierlei Hinsicht vorteilhaft. Erstens ermöglicht es Unternehmen, ihre User Journey anzupassen und das Gleichgewicht zwischen Benutzererfahrung und Sicherheit zu optimieren. Zweitens vermeidet es das „Vendor-Lock-in“, also die feste Bindung an proprietäre Systeme, die Unternehmen dazu zwingen, in Silos zu arbeiten und benutzerdefinierte Codes zu verwenden. Wir gehen davon aus, dass die Unternehmen auch in diesem Jahr auf der Suche nach vereinfachter Integrationen sein werden und damit den Wettbewerb der Anbieter von No-Code-Integrationsdiensten anheizen werden.

2) Mit Zero Trust ist Sicherheit ein Bestandteil der Identität

Wir gehen davon aus, dass Zero Trust sich im Jahr 2023 vom Modewort zu einer echten Sicherheitsstrategie entwickeln wird. Im Kontext des Customer Identity Access Management (CIAM) manifestiert sich Zero Trust häufig als eine dauerhafte adaptive Vertrauensmaßnahme, bei der Unternehmen die biometrischen, verhaltens- und kontextbasierten Daten der Benutzer in Echtzeit überwachen, um deren Identität kontinuierlich zu bestätigen.

 

Einzelne Anbieter für Zero Trust und Continuous Adaptive Trust behaupten zwar gerne, ihre Lösungen seien die einzig wahren, aber Zero Trust ist keine Ein-Anbieter-Lösung. Wir erwarten, dass sich die Unternehmen für Cybersicherheit auf eine einheitliche Definition von Zero Trust einigen werden. Seit Jahren versuchen die Anbieter solche Konzepte klar zu definieren und dennoch bleiben sie alle unterschiedlich. Die No-Code-Orchestrierung ist ein Tool, das mehreren Anbietern dabei helfen kann, Zero Trust und andere weitreichende identitätsbezogene Konzepte zu realisieren.

 

Unternehmen müssen sich überlegen, wie genau sie Zero Trust für sich definieren wollen, und dann festlegen, welche Dienste sie benötigen, um ihre Ziele zu erreichen. Dafür werden sie sinnvollerweise von mehr als nur einem einzigen Anbieter Dienste beziehen. Durch die Integration mehrerer Anbieter wird die No-Code-Orchestrierung in Zukunft ein entscheidender Faktor für die Sicherung von Identitäten darstellen.

3) Die dezentralisierte Identität nimmt Form an

Die große Mehrheit unserer Gesellschaft weltweit verifiziert identitätsbezogene Daten durch physische, von der Regierung ausgestellte Ausweise oder aufwändige digitale Verfahren. Wir glauben, dass im Jahr 2023 immer mehr Unternehmen beginnen werden, dezentralisierte Identitäten zu nutzen, bei denen jeder Einzelne seine eigenen digitalen Nachweise (Credentials) besitzt und kontrolliert und sie nach eigenem Gutdünken weitergeben kann. Diese Credentials werden von autorisierten Stellen ausgestellt, welche die wahre Identität einer Person überprüfen und digitale Nachweise für identitätsbezogene Daten liefern, die Personen online vorlegen können.

 

Wenn Benutzer vorab autorisierte Credentials vorlegen können, um eine Transaktion online oder persönlich durchzuführen, müssen Unternehmen nicht mehr die Rolle der Speicherung und Verwaltung von Benutzerdaten übernehmen. Mit dieser Erleichterung können Unternehmen Geld sparen und das Risiko von Rufschädigung durch Sicherheitsverletzungen verringern. Digitale Berechtigungsnachweise ermöglichen es den Unternehmen auch, bessere Nutzererfahrungen zu bieten. Statt von ihren Nutzern das Ausfüllen langwieriger Registrierungsformulare oder Anträge zu verlangen, können Unternehmen, die dezentrale Identitäten einsetzen und ihre Kunden beispielsweise durch das Einscannen eines QR-Codes alle benötigten Identitätsdaten angeben lassen.

 

Eine dezentrale Identität ist auch für Nutzer von Vorteil, die Wert darauf legen, ihre eigenen persönlichen Daten zu kontrollieren. Der Besitz digitaler Nachweise ermöglicht es den Nutzern, ihre persönlichen Daten zu schützen und nur mitzuteilen, was sie offenlegen möchten. Da die Menschen ihre Telefone in der Regel in greifbarer Nähe haben, können sie ihre verifizierten Daten bequem überallhin mitführen.

Blick nach vorn

Bei der Planung ihre Sicherheitsstrategien für 2023 und darüber hinaus sollten Unternehmen diese Trends im Auge behalten. Unabhängig davon, ob Sie Ihre Journey mit einer Low-Code-Identitätsorchestrierung beginnen, einen Zero Trust-Ansatz verfolgen oder einfach nur herausfinden wollen, ob sich die dezentrale Identität für sie lohnt, kann jeder Bereich einen Zugewinn an Effizienz in Ihrem Unternehmen und ein verbessertes Benutzer-Erlebnis für kommenden Jahre bieten.

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