Neugestaltung von Financial CX
Customer Experience (CX) entwickelt sich im Finanzdienstleistungssektor zunehmend zu einem entscheidenden Treiber für Loyalität, Wachstum und Wettbewerbsvorteile. Doch während Institutionen ihre Modernisierung vorantreiben und sich an ein sich kontinuierlich wandelndes regulatorisches Umfeld anpassen, wird ein grundlegendes Element oft übersehen: Identität. Von der Kontoeröffnung über die Autorisierung von Transaktionen bis hin zur Bereitstellung personalisierter Services ist die digitale Identität das Tor zu jeder Kundeninteraktion. Ob es darum geht, Erlebnisse an Kundenbedürfnisse anzupassen, Datenportabilität und Kontrolle über Zugangsdaten zu optimieren oder den Zugang über Mobile Banking zu erweitern – eine moderne Identitätsstrategie kann CX verbessern und gleichzeitig Betrugs- und Compliance-Risiken mindern.
Dieses E-Book beleuchtet drei wirkungsvolle Wege, wie Identität Engagement, Erwartungen und Service im Finanzdienstleistungssektor verändert – und wie führende Institute diese nutzen, um mehr Menschen zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und schneller zu wachsen.
1. Sichere Weitergabe an Dritte
Open Banking verspricht schnellere Innovation, intelligentere Personalisierung und mehr Kontrolle für Kunden – aber nur, wenn Identität richtig umgesetzt wird. Im Zentrum jedes API-Aufrufs, jeder Anfrage zur Datenfreigabe oder jedes Embedded-Finance-Erlebnisses steht eine einfache Frage: „Wer fragt an, und kann dieser Person oder diesem System vertraut werden?“ Ohne starke Identitätsprüfung, Einwilligungsmanagement und risikobasierte, adaptive Authentifizierung setzt Open Banking Institute Risiken, Komplexität und Kundenabwanderung aus. Modernes CIAM ermöglicht eine sichere, standardbasierte Datenfreigabe und gibt Nutzern gleichzeitig volle Transparenz und Kontrolle. Das Ergebnis: weniger Betrug, mehr Vertrauen und eine Grundlage für die Art personalisierter digitaler Erlebnisse, die Kunden zunehmend erwarten. Durch die Einführung sicherer Datenfreigabe an Dritte positionieren sich Finanzdienstleister so, dass sie sich in der API-gesteuerten Wirtschaft differenzieren und erfolgreich sein können.
2. Dezentrale Identität
In Märkten wie Singapur und Australien sowie in ganz Europa aufgrund der EU-eIDAS-2.0-Vorschriften beginnen Institute, dezentrale Identitätsmodelle einzuführen, die Kunden die Kontrolle über ihre Daten geben. Diese Modelle ermöglichen schnelleres Onboarding, reibungslosere Transaktionen und sichere Datenfreigabe und verringern zugleich das Risiko, dass personenbezogene Daten (PII) kompromittiert werden. Banken müssen sicherstellen, dass sie ein sich weiterentwickelndes Ökosystem unterstützen können, das durch Wallet-basierte Nachweise und nationale Identitätssysteme geprägt ist. Wenn Kunden ihre Wallet-basierten Nachweise selbst verwalten können, stärkt das Datenportabilität und Sicherheit und ebnet den Weg für innovative, kundenzentrierte Trust-Services, die das Finanzdienstleistungserlebnis neu definieren werden.
Wichtige Kennzahlen
3. Die Chance im unterversorgten Bankensegment
In vielen Märkten ist die größte Hürde für finanzielle Inklusion nicht die geografische Lage, sondern die Identität. Millionen Menschen weltweit sind weiterhin ohne Bankverbindung oder nur unzureichend mit Bankdienstleistungen versorgt, weil ihnen die formalen Dokumente fehlen, die für traditionelle „Know Your Customer“ (KYC)-Prüfungen erforderlich sind – doch das ändert sich. Mobile-first-CX, digitale Identitätsprüfung und risikobasiertes Onboarding definieren neu, wie Institute mit unterversorgten Bevölkerungsgruppen interagieren. Mit der richtigen IAM-Strategie können Banken Kunden mit alternativen Nachweisen sicher onboarden, abgestufte Services je nach Risiko anbieten und regulatorische Anforderungen erfüllen, ohne zusätzliche Reibung zu erzeugen. Diese Innovationen erschließen neue Märkte und schaffen dauerhaftes Vertrauen und Loyalität, indem sie Menschen dort erreichen, wo sie stehen. Für Finanzdienstleister mit Wachstumszielen ist die Chance klar: Die nächste Welle der CX-Führerschaft wird von den Instituten getragen, die verstehen, wie sie die unterversorgte Community strategisch bedienen.
Wichtige Entwicklungen
Eine einheitliche Identitätsplattform für Finanzdienstleistungen
Ganz gleich, ob Sie Open-Banking-APIs einführen, sich mit dezentraler Identität befassen oder digitales Banking nutzen, um unterversorgte Bevölkerungsgruppen zu erreichen – eines bleibt konstant: Identität ist der gemeinsame Nenner. Sie bestimmt, wie schnell Sie Onboarding ermöglichen, wie nahtlos Sie Services bereitstellen und wie effektiv Sie Vertrauen aufbauen können. Die Finanzinstitute, die den Markt anführen, setzen IAM nicht nur ein, sondern nutzen es auch, um CX neu zu definieren, Kosten zu senken und Sicherheitsmaßnahmen zu stärken. Mit adaptiven, sicheren und nutzerorientierten Identitätsabläufen senken sie Betrug, reduzieren Abwanderung und erschließen neues Wachstum. Diese Modernisierung ist ein Wettbewerbswandel, und Unternehmen müssen sich anpassen, bevor sie den Anschluss verlieren. Die Ping Identity Platform unterstützt Sie dabei, diese Chance zu nutzen.
Quellen:
1 Die Nachfrage nach personalisierten Geld-Erlebnissen: Statistiken und Diagramme
2 Von Finanzdienstleistungskunden von Ping Identity gemeldete Daten
3 FDX erreicht 94 Millionen Konten, CFPB veröffentlicht FDXs Antrag zur Standardsetzung
4 Research and Markets - Open Banking
5 SNS Insider - Marktbericht zu dezentraler Identität 2024
6 The ASEAN Post - Bankdienstleistungen für Südostasiens Menschen ohne Bankverbindung