Von durch Deepfakes ermöglichtem Betrug und KI-gestützten Insider-Bedrohungen bis hin zum Aufkommen autonomer AI-Agenten, die im Namen von Nutzern handeln, stehen CIOs und CISOs vor neuen Herausforderungen, die Geschwindigkeit, Skalierung und Täuschung miteinander verbinden.
Um einen Schritt voraus zu bleiben, müssen Unternehmen nicht nur AI-Agenten und digitale Mitarbeitende absichern, die die Produktivität der Belegschaft steigern, sondern auch deren Legitimität verifizieren, sicherstellen, dass sie nicht überprovisioniert sind, und erkennen, wenn sie von böswilligen Akteuren kompromittiert wurden. Identität ist heute der strategisch wichtigste Kontrollpunkt, um zwischen vertrauenswürdigen und kompromittierten Entitäten – menschlichen wie maschinellen – zu unterscheiden. Ein adaptives, Identity-First-Sicherheitsmodell ist entscheidend, um diese sich entwickelnden Bedrohungen zu erkennen, zu verhindern und darauf zu reagieren und gleichzeitig dem Unternehmen zu ermöglichen, AI sicher und geschützt zu skalieren.
Dieses Briefing beschreibt die aufkommenden Risiken, strategischen Abwehrmaßnahmen und die zentrale Rolle der Identität beim Schutz Ihres Unternehmens.
Die weitreichenden Auswirkungen AI-getriebener Bedrohungen
Deepfakes und synthetische Medien werden inzwischen in gezielten Angriffen eingesetzt – von der Imitation von Führungskräften für Überweisungsbetrug bis hin zur Umgehung sprachbasierter Authentifizierung in Callcentern.
- Insider-Bedrohungen – ob böswillig, fahrlässig oder kompromittiert – zählen weiterhin zu den am schwierigsten zu erkennenden Risiken. Fortune-500-Unternehmen haben unwissentlich Tausende von Softwareentwicklern eingestellt, die vorgaben, US-Entwickler zu sein, tatsächlich jedoch nordkoreanische Akteure sind, die eine Kombination aus AI sowie gestohlenen oder gefälschten Identitäten nutzen. Diese Akteure verfügen häufig über legitime Zugänge, wodurch ihre Handlungen nur schwer von regulären Aktivitäten zu unterscheiden sind.1
- Generative AI (GenAI) versetzt Angreifer in die Lage, Social Engineering zu skalieren, Kommunikation sprach- und rollenübergreifend zu imitieren sowie Aufklärung und Ausnutzung zu automatisieren. 91 % der weltweiten Sicherheitsexperten erwarten, dass AI-getriebene Bedrohungen in den nächsten drei Jahren weiter zunehmen werden.2
- Agentic AI verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Geschäfte betreiben. Doch AI-Agenten – ob intern als digitale Mitarbeitende verwaltet oder von externen Parteien wie Kunden oder Partnern eingesetzt – bringen neue Sicherheitsrisiken mit sich. Sicherheitsframeworks müssen weiterentwickelt werden, um sicherzustellen, dass diese Konten nicht überprovisioniert sind oder übernommen werden können.
Ohne Transparenz, Echtzeit-Risikoerkennung und sichere Identitätsframeworks sind Unternehmen zunehmend finanziellen Verlusten, Betriebsunterbrechungen und Vertrauensverlust ausgesetzt.
Identity-First-Sicherheit für das durch AI transformierte Unternehmen
Mit dem Aufkommen von Deepfakes, Credential-Diebstahl und synthetischen Identitäten ist ein Identity-First-Sicherheitsansatz entscheidend zur Minderung AI-getriebener Bedrohungen, da Identität inzwischen die primäre Angriffsfläche darstellt. Indem Sicherheit darauf ausgerichtet wird, wer auf was, von wo und unter welchen Bedingungen zugreift, erhalten CIOs und CISOs die notwendige Transparenz und Kontrolle, um Anomalien zu erkennen, Zero Trust durchzusetzen und in Echtzeit auf sich entwickelnde Bedrohungen zu reagieren.
Eine moderne Identity- und Access-Management-(IAM)-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, ihre digitalen Ökosysteme mit einem adaptiven, Identity-First-Sicherheitsmodell zu schützen, das Identitäten – von Nutzern, Geräten und nun auch intelligenten Agenten – als Grundlage von Zero Trust behandelt. Da AI-Agenten zunehmend in Geschäftsprozesse integriert werden, stellt eine umfassende Identitätsplattform sicher, dass diese nicht-menschlichen Identitäten sicher onboarded, kontinuierlich verifiziert und auf Verhaltensanomalien überwacht werden, sodass Unternehmen sowohl legitime, autorisierte AI-Agenten als auch potenzielle Agentenübernahmen erkennen können.
Zentrale Identity-First-Funktionen, die CIOs und CISOs nutzen können
Business Return on Investment, Enablement und Resilienz
Durch die Nutzung dieser Funktionen können CIOs und CISOs:
- Das Risiko von Sicherheitsverletzungen und betrugsbedingten Verlusten reduzieren, indem AI-gestützte Bedrohungen proaktiv auf der Identitätsebene identifiziert und gestoppt werden.
- Vertrauensstarke und reibungsarme Nutzererlebnisse ermöglichen – entscheidend für Kundenbindung, Partnervertrauen und Mitarbeiterproduktivität.
- Compliance optimieren, indem eine belastbare Sicherheitsposition in sich wandelnden Datenschutz- und AI-Regulierungslandschaften aufrechterhalten wird.
- Messbaren Security-ROI nachweisen, indem Identitätsinvestitionen mit Geschäftsergebnissen wie Kosteneinsparungen, verkürzter Time-to-Market sowie reduziertem Risiko und Betrug verknüpft werden.
Schützen und stärken Sie Ihr Unternehmen
Die Abwehr AI-getriebener Bedrohungen erfordert mehr als inkrementelle Verbesserungen; sie verlangt einen strategischen Wandel. Und da AI-Agenten Teil der Belegschaft werden, bringen sie sowohl Produktivität als auch Risiken mit sich – IAM-Systeme müssen sich weiterentwickeln, um diese digitalen Mitarbeitenden sicher zu onboarden, zu verwalten und zu überwachen.
Dieses neue Paradigma erfordert adaptive, AI-bewusste Identitätsstrategien mit kontextgesteuerten Kontrollen, risikobasierter Authentifizierung und kontinuierlicher Überwachung. Identität ist die moderne Steuerungsebene, und wenn sie durch Intelligenz und Automatisierung erweitert wird, wird sie zur wirksamsten Verteidigung des Unternehmens gegen Deepfakes, Insider-Bedrohungen, Agentenübernahmen und jede kommende AI-getriebene Angriffswelle.
Durch Investitionen in Identity-First-Security können Unternehmen von reaktiver KI-Bedrohungsabwehr zu proaktiver Resilienz übergehen und nicht nur Systeme, sondern auch Markenwert, Aktionärswert und langfristiges Wachstum schützen.
1 fortune.com/2025/04/07/north-korean-it-workers-infiltrating-fortune-500-companies/
3 microsoft.com/de-de/worklab/work-trend-index/2025-the-year-the-frontier-firm-is-born